




Herzlich Willkommen auf meiner Homepage. Die Saison 2012 bietet viele Höhepunkte und ich freue mich schon jetzt auf die vielen Rennen in meinem Team FELT ÖTZTAL X-BIONIC. Alle News rund um meine Rennsaison findest Du hier auf dieser Page. Am besten immer wieder mal reinschauen!
Weiterlesen »3rd UCI MTB Worldcup Nove Mesto Tschechien
Nach einer über dreiwöchigen Zwangspause, nach meiner Operation, durfte ich letzten Donnerstag wieder auf dem Sattel sitzen :-) Das war auch notwendig, da am Freitag der Sprintweltcup statt fand und am Sonntag das Elite Rennen! Es fühlte sich alles noch etwas komisch an nach so langer Zeit wieder ins das Gefühl vom Biken reinzukommen. Jedoch habe ich es nicht ganz verlernt. Am Freitagnachmittag ging es dann los mit dem Sprintweltcup. Zu erst mussten sich ca. 100 Fahrer im Qualil auf behaupten, da nur 36 weiterkamen. Ich war motiviert wieder Rennen zu fahren und gab auf der 1.6km Runde alles. Im Ziel stellte ich dann fest, dass ich die Bestzeit hatte, jedoch waren erst fünf Fahrer im Ziel. Am Schluss konnte ich mit der 4 besten Qualifikationszeit zufrieden sein. Somit wurden jetzt die weiteren Läufe ausgelost. Ich war in einem Lauf mit 6 anderen recht guten Sprintern. Kurz vor der Sprintgerade machte ich einen taktischen Fehler und wurde übersprintet und kam leider nicht weiter.
Für das Rennen am Sonntag nahm ich mir vor einfach alles zu geben, was nach dieser Pause möglich ist. Somit startete ich nicht volle Power ins Rennen und fuhr die ersten Runden um Rang 20. Ich spürte, dass mir die Bewegung in den Beinen fehlte und der runde Tritt noch nicht wieder da war. So verlor ich noch einige Ränge und konnte mich bis in die zweitletzte Runde in den Top 40 halten.
Leider fing ich dann noch einen Plattfuss am Hinterrad ein und verlor somit kostbare Zeit und um die 15 Ränge. Die letzte Runde nahm ich nochmals mit Vollgas in Angriff ( also alles was da noch lief ;-) ) und konnte nochmals einige Fahrer distanzieren. Schlussendlich fuhr ich auf Rang 50 über die Ziellinie. Ich war froh die ganze Renndistanz durchgestanden zu haben und freute mich auch wieder einmal ein Rennen gefahren zu sein.
Ich hoffe, die Heilung meiner Wunde macht so weiter wie bis anhin und ich kann jetzt langsam wieder anfangen mehr auf meinem Rad zu sitzen.
Am nächsten Wochenende steht schon der nächste Weltcup in La Bresse FR auf dem Plan an dem ich wieder alles geben möchte um schnellstmöglich wieder die Intensität zurück zu bekommen.
Pressemitteilung Thomas Litscher: Zwangspause nach Operation
Nachdem dem U23-Weltmeister von 2011 operativ ein Abszess am Gesäß entfernt werden musste, fällt der Schweizer vom FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team mindestens bis zum Weltcup in Nove Mesto / Tschechien aus
Eine schmerzhafte Zeit liegt hinter dem Schweizer Mountainbiker Thomas Litscher, dem amtierenden U23-Weltmeister von 2011 aus Thal im Kanton St. Gallen. Bereits bei einem Trainingslager mit der Schweizer Armee im vergangenen Dezember hatte sich ein Abszess im Gesäßbereich gebildet, der sich im Laufe der Zeit entzündet hatte. Kurz vor dem zweiten Weltcup der Saison Mitte April im belgischen Houffalize waren die Schmerzen dann aber so groß geworden, dass sich der 22-jährige zu einer Operation entschloss: „Ich hätte viel früher zum Arzt gehen sollen“, räumte Litscher, der für das deutsche FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team fährt, mittlerweile ein. Bereits einen Tag nach dem Weltcup in den Ardennen wurde Litscher ambulant in Schweizer Arztpraxis operiert und das entzündete Gewebe entfernt. Nun muss sich der Ostschweizer gedulden, bis die mit zehn Stichen genähte, zehn Zentimeter lange Narbe am Gesäß verheilt ist: „Aber ich bin guter Hoffnung, dass ich beim Weltcup in Nove Mesto in gut einer Woche wieder am Start stehen kann.“
Doch der Weg dahin ist hart und schmerzvoll, kaum minder als die Zeit davor: Ende Januar gewann Thomas Litscher zwar überlegen das Vier-Etappen-Rennen auf Lanzarote, doch danach kämpfte er sich durch den Cyprus Sunshine Cup auf Zypern (mit einem schweren Sturz vor dem Ziel) und den Weltcup in Pietermaritzburg / Südafrika: „Ich hatte immer wieder die Hoffnung, die Entzündung würde von selbst heilen, und tatsächlich war es auch oft besser. Und im Rennen hatte ich durch die hohe Adrenalin-Ausschüttung ohnehin kaum Schmerzen“, so Litscher. Doch ganz verschwand der Abszess nie, dafür führte die permanente Schonhaltung zu einer Fehlstellung der Hüfte und des Rückens und damit zu neuen Schmerzen. Selbst das Immunsystem schien durch die Entzündung geschwächt.
„Natürlich hatte ich Scheu, mit meinem Arzt oder Trainer darüber zu reden, und ich wollte es mir auch selbst nicht eingestehen, dass es wohl besser wäre, sich in medizinische Behandlung zu begeben – schließlich wollte ich ja Rennen fahren. „Dass das ein gar nicht so seltenes Problem unter Radsportlern ist, wusste Litscher bis dato nicht.
Insofern kam ihm die vierwöchige Weltcupfreie Zeit zwischen Houffalize und Nove Mesto Litscher durchaus gelegen, auch gerade „Hochsaison“ für MTB-Rennen ist: „Aber ich musste lernen, dass nicht nur der Heilungsprozess schmerzhaft ist, sondern auch die ungewohnt intensive Beschäftigung mit anderen Sportarten“, lächelt der Schweizer, der das Ziel „Olympia 2012“ noch nicht aus den Augen verloren hat: Nach Trainingseinheiten am Cross-Walker im Fitnesscenter und dreistündigem Inline-Skaten hat Litscher mittlerweile mit dem Radfahren begonnen: „Ich kann nicht anders“, gibt er zu. Lieber fuhr er in den vergangenen Tagen stundenlang im Stehen die Berge in seiner ostschweizerischen Heimat bergauf als zuhause auf Heilung zu warten: „Natürlich habe ich noch Probleme beim Sitzen, deswegen habe ich mein Sattel auch mit einem extra Polster ausgestattet. Durch die ungewohnte Belastung habe ich mir aber eine leichte Entzündung der Sehnen im hinteren Oberschenkel zugezogen“, stellte Litscher überrascht fest: „Aber ich wollte ja unbedingt so schnell wie möglich aufs Rad.“
Jetzt konzentriert sich Litscher auf sein Comeback. In Absprache mit seinem Freund und Trainer Bruno Diethelm verzichtet er zwar auf einen Start bei den Bikedays in Solothurn an diesem Wochenende. Nach Nove Mesto will der Fahrer vom FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team dennoch eine Woche später anreisen und am Weltcup teilnehmen: „Ich gehe dahin und ich probiere es“, sagt der Schweizer. „Vielleicht werde ich danach sagen, ‚Tom, Du warst ein Vollidiot!‘ – aber ich will es zumindest versuchen.“ Schließlich ist noch ein Platz in der Schweizer Olympia-Mannschaft zu besetzen: „Dann müsste ich schon unter die Top 8 fahren, damit man über mich reden würde. Und unter die besten Fünf, dass ich wirklich eine reelle Chance habe, im August in London für die Schweiz am Start zu stehen. Aber ich wäre ja in Nove Mesto schon froh, da wieder einsteigen zu können, wo ich in Houffalize aufgehört habe.“