




Saisonvorbereitung Cran Canaria und Lanzarote
Die neue Saison steht in den Startlöchern und es wird mitte Februar schon mit den ersten UCI Rennen beim Sunshinecup auf Zypern losgehen. Zur Vorbereitung absolvierte ich mit meinen Spitzensportsoldaten-Kollegen,unter der Leitung von Bruno Diethelm, ein zweiwöchiges Trainingslager auf Gran Canaria. Es wurde hart trainiert und ich spürte wie sich meine Leistung entwickelte. Anschliessend an das Trainingscamp auf Gran Canaria, reiste ich einige Inseln weiter nach Lanzarote. Es stand das nächste zweiwöchige Trainingslager mit dem Team auf dem Plan.
Als erstes freute ich mich sehr, nach der Winterpause wieder das ganze Team zu treffen und von dem Rennrad auf das neue Bike zu wechseln. Mein Fully ist mein liebstes Trainingsgerät, da fühle ich mich einfach wohl. Nach einigen Trainings auf dieser schönen Insel standen vom 28-31. Januar das Etappenrennen 4-Stages Lanzarote beim Club la Santa auf dem Plan. Dieses Rennen wollte ich als gute Vorbereitung für Zypern mitnehmen. Es standen vier Rennen auf dem Plan, 35km, 65km, Zeitfahren über 25km und der 80km Marathon zum Schluss auf dem Plan. Ausser meinen Teamkollegen standen auch noch einige Elite Marathonfahrer an der Startlinie. Die Tage waren konditionell/körperlich und fahrtechnisch sehr anspruchsvoll und ich wurde auf dem harten Gelände sehr gefordert. Ich fühlte mich jeden Tag gut und spürte die Wirkung des Trainingslagers auf Gran Canaria. Ich hatte gute Kraft in den Beinen und es machte mir Spass vollgas zu geben. Die 4 Rennen konnte ich alle mit einem Solo Sieg für mich entscheiden. Es machte mir Freude so in die neue Saison zu starten. Ein grosser Dank geht an das Team, das ein super Support lieferte und mein schönes Felt Edict immer wieder auf Vorderman gebracht hat.
Nun trainiere ich noch einige Tage auf Lanzarote, bevor es nach einem kurzen Zwischenstopp, im Militär im Trainingszentrum Magglingen, weiter zum Cyprus Sunshinecup geht.
Swiss Cycling Awards oc 2011, Vote for Thomas Litscher

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Schweizer Radsport blickt auf unzählige Erfolge zurück. Dies ist für Swiss Cycling Anlass genug, die eigenen Athleten auszuzeichnen und zu ehren. Mit Freude gibt Swiss Cycling die 48 Nominierten aller Kategorien der «Swiss Cycling Awards 2011 präsentiert von Cornèrcard» bekannt. Die Ehrungen der besten Schweizer Radsportler finden im Rahmen der Eröffnungsnacht der Zürcher Sixday-Nights am Mittwoch, 30. November 2011, statt. In vier verschiedenen Kategorien werden die besten Radsportler des Jahre 2011 gesucht. Neben dem besten Mann und der besten Frau, gibt es auch noch die Auszeichnung in den Kategorien Nachwuchs und Team. Die Wahl besteht aus zwei Teilen. Einerseits geben zehn Schweizer Radsportjournalisten ihre Stimme ab. Diese zehn Journalistenstimmen werden durch eine Publikumswahl ergänzt. Per Online-Voting kann man auf der Swiss Cycling Webseite ab dem 1. November, 12 Uhr, bis am 29. November, 12 Uhr, seine Stimme abgeben. Die Publikumsstimme zählt am Ende zu einem Drittel, die Stimmen der Radsportexperten zu zwei Dritteln.
Roc Marathon, Roc d'Azur Frankreich
Zwei
Wochen nach meinem geplanten Saisonabschluss bei der Bundesliga in
Bad Salzdetfurth, fuhr ich mit meinem Personal Bike Doktor Geri
Schrempf, an den riesigen Event, Roc d'Azur nach Südfrankreich. Da
die letzten Wochen immer so schönes Wetter war, trainierte ich
mehr als vorgenommem und bemerkte das ich immer noch recht gut in
Form bin. So plante ich kurzerhand mal was Neues zu probieren und
beim Roc Marathon zu starten. Dieser gehört zur Marathon World
Series. Hier sind alle wirklich alle guten Marathonfahrer und auch
einige CC-Fahrer am Start. Das Gelände an der Cote d' Azur gefällt
mir super und die Marathonstrecke war technisch sehr
anspruchsvoll. Viele enge und ruppige Anstiege und Abfahrten
verlangten einem alles ab.
Freitag, 8.15 Uhr..... Jetzt startet die ganze Meute, ungefähr 1300 Fahrer, auf den 84 km langen Kurs. Dabei sind 2250 hm zu absolvieren.
Vom Start an fuhr ich die ganze Zeit vorne im Feld. Im ersten steilen Anstieg forcierte Jaroslav Kulhavy das Tempo und Sauser, Milatz und ich waren die einzigen, die Ihm folgen konnten. So bauten wir als 4er Gruppe den Vorsprung aus und fuhren die ersten zwei Stunden harmonierend. Etwa in der Mitte des Rennens, auf einer steigenden Kiesstrasse, attackierte Susi und Kulhavy konnte erst als Einziger folgen. Später schloss auch der deutsche Marathon Meister Milatz wieder auf. Nur ich konnte die Lücke nicht mehr ganz schliessen und kämpfte mit allen Mitteln um den Anschluss. Erst nach einigen harten Minuten brutalem Kampf folgte eine Laufpassage in der ich den Anschluss an Milatz wieder schaffte, der einen Kolbenfresser erlitt (er hatte keine Energie mehr). Erstaunlicherweise lief es mir nach über zwei Stunden immer noch recht gut, obwohl ein Crosscountryrennen ja schon lange fertig wäre.. ;-). Im letzten Viertel der Strecke überholte ich den Elite Weltmeister Kulhavy der einen Platten flicken musste. Das gab mir nochmals zusätzliche Motivation und Susi war auch noch nicht mehr so weit weg. Ich kämpfte mich die Berge hoch und konnte den Rückstand auf Sauser um die 30 Sec halten. Dann in einer Abfahrt stürzte ich in Vollspeed. Ich hatte mit meinem Vorderrad einen Baumstrunk übersehen und bin nur noch geflogen. Erst musste ich das Bike suchen, es lag 5 Meter weiter unten in den Büschen... Zum Glück war noch alles ganz, ausser einigen Kratzern, die ich abbekommen hatte. Ca. 6Km vor dem Ziel war dann doch mein Akku leer, und ich fuhr nur noch mit der Hoffnung, bald vom Bike steigen zu können. So schwarz war ich schon lange nicht mehr. Nach 3.45h war ich dann ziemlich erlöst, als ich die Ziellinie als Zweiter hinter Marathonweltmeister Christoph Sauser überqueren konnte. Rang 3 ging an den deutschen Marathonspezialisten Karl Platt.
Es war mal eine neue Erfahrung für mich und ich habe gesehen, dass ich auch über längere Distanzen ein gutes Tempo fahren kann :-)
Jetzt fahre ich nächste Woche noch nach Saalfelden/Leogang, wo wirklich mein letztes Rennen in dieser Saison stattfinden wird.
Bundesligafinale, Bad Salzdetfurth Deutschland
Nach der Weltmeisterschaft ging es für mich noch jedes Wochenende weiter mit Rennen. Heubach, Walzenhausen und nun das vergangene in Bad Salzdetfurth, in der Nähe von Hannover. Ich reiste schon am Donnerstag nach Offenburg, so dass ich mit Team Mechaniker Geri weiter nach Frankfurt fahren kann, um da eine Fahrradbiometrie zu machen. Dabei wird mein Bike von einem Spezialisten ganz genau auf mich eingestellt und Verschiedenes ausgetestet, dass ich am meisten Watt auf die Pedale bringe. Am Freitagmorgen machten wir uns auf den Weg ganz in den Norden. Am Ziel angekommen, drehte ich noch einige Runden auf der Rennstrecke. Diese war sehr abwechslungsreich mit vielen technischen Passagen im Wald und einigen steilen Anstiegen. Eine Strecke mit Spassfaktor!
Sprinrennen am Samstag
Am Nachmittag stand bei mir noch das Sprintrennen auf dem Plan. Der Ablauf war wie immer. Zuerst die Qualiläufe, eine Runde Vollgas, um weiter zu kommen. Ich hatte eine super Zeit auf die Runde und schaffte es locker weiter. Die weiteren Läufe liefen für mich weiterhin sehr gut und ich schaffte es ohne Mühe ins Finale. Da musste ich aber gegen die besten Fünf antreten. Ich erwischte einen optimalen Start, konnte mich an die Spitze setzen und einen kleinen Vorsprung bis in Ziel hinausfahren. Mit diesem Sieg konnte ich die Bundesliga-Sprintgesamtwertung im 1.Rang abschliessen.
U23 Rennen am Sonntag
Es waren 1 Startloup und 5 Runden zu absolvieren. Das Rennen wurde um 12.15 gestartet. In der Startrunde, einen langen Berg hinauf, konnte ich mich gegen Ende vom Feld absetzen und die Runde mit einen Vorsprung von 45 Sec beenden. Auf den folgenden 5 Runden baute ich meinen Vorsprung kontinuierlich aus und konnte es dafür in der letzten Runde ein wenig gemütlicher angehen lassen. Mit einem Vorsprung von 4 Min konnte ich schlussendlich auch das U23 Rennen für mich entscheiden.
Diese Strecke hat mir einfach einen Riesenspass gemacht. Einfach mal Vollgas geben und den Beinen die ganze Power abzuverlangen. So konnte ich meinen Saisonabschluss voll und ganz geniessen und mit gutem Gefühl die Saison abschliessen.
Vielleicht werde ich noch einige Rennen fahren, weiss es aber noch nicht genau, kommt immer aufs Wetter und die Stimmung an ;-)
UCI World Champion Ship, Champéry Switzerland
!!!!! World Champion 2011 !!!!!
Um mich ideal auf die beiden WM-Rennen vorzubereiten, reiste ich schon 6 Tage vor dem U23 Rennen nach Champéry. Ich investierte meine Zeit gut und nutze das ganze Training um die Strecke kennen zu lernen. Der Kurs in Champéry ist mit seinen vielen technischen Passagen sehr anspruchsvoll. Mit jeder Runde die ich darauf absolvierte kam ich mit der Strecke besser klar. Bis Dienstag, einen Tag vor dem Team Relay, trainierte ich noch intensiv auf der Strecke und konnte schlussendlich alle Passagen gut absolvieren.
Die Stunden vor dem Team Relay am Mittwoch war ich ziemlich nervös, da es bei diesem Event immer um das ganze Team geht und man eine Runde einfach Vollgas durchziehen muss. Ich war Startfahrer und ging somit als erster auf die Runde. Es lief mir recht gut und ich konnte mich direkt an die Spitze setzten, jedoch verkrampfte ich mich ein wenig und konnte somit nicht ans Limit gehen. Ich übergab völlig erschöpft an unseren Junior. Dieser schickte nach einer guten Runde unsere Frau ins Rennen. Als letzter absolvierte dann schlussendlich noch unser Elite-Fahrer die letzte Runde. Alle zeigten eine solide Leistung und wir ergatterten WM- Silber. Gewonnen haben die Franzosen, dritte wurden die Italiener.
Um mich für mein U23 Rennen am Freitag zu erholen, hatte ich noch einen Tag Zeit. Ausser einem kurzen Ausfahren auf der Strasse war dieser tag ziemlich langweilig und ich verbrachte meine Zeit im Zimmer. Zwischendurch genoss ich auch noch eine Massage von Bruno Diethelm, die mir auch wieder zur vollen Power verhalf.
Meinen Renntag startete ich um 8 Uhr mit einem gemütlichen Frühstück. Da der Rennstart erst auf 17 Uhr angesetzt war, hatte ich viel Zeit zu vertrödeln. Vor meiner zweiten Mahlzeit setzte ich mich nochmals kurz aufs Bike um meine Beine zu lockern und meinen Kreislauf ein bisschen in Schwung zu bringen. Nach den feinen Reiswaffeln mit Honig und Banane packte ich meinen Rucksack und machte mich auf den Weg Richtung Renngelände.
45min vor dem Start, begann ich mit dem Warm up. Ich war sehr konzentriert und merkte, dass meine Beine gut waren. 2min vor dem Start stand ich sehr nervös auf der Startlinie. Ich hoffte, dass ich mich bald ins Geschehen werfen konnte.
Päääm!! >>>> ich startete gut und setzte mich sogleich an die Spitze. Bis zum Aufstieg musste ich noch nicht Vollgas geben. Dann schlug ich an der Rampe ein so hohes Tempo an, das ich als erster in den Downhill gehen konnte. Dies klappte ausgezeichnet und ich hatte unten schon eine Lücke von 5sec auf meinen Verfolger. Ich wartete ab und lies diesen wieder herankommen. In der folgenden Runde merkte ich, dass er in den technischen Passagen einige Zeit verlor und so setzte ich mich nach einer Tempoverschärfung alleine ab. Ich fuhr einen hohen und konstanten Rhythmus über die ganze Renndauer und konnte meine Konzentration steht’s hoch halten. Mit meinem Felt Fully flog ich förmlich über die Wurzeln und konnte meinen Vorsprung Runde für Runde ausbauen. Am Schluss fuhr ich mit über 1.40 Min Vorsprung über die Ziellinie und konnte mich als überlegener U-23 Weltmeister feiern lassen. Welch ein Gefühl !!!!!!
Ich war sehr erleichtert und unglaublich Happy über das traumhafte Rennen und genoss nur noch meinen WM-Titel.
Finale Bern Bike Trophy, Bundesplatz Bern Switzerland
Nach dem Weltcupfinale in Italien hatte ich einige Tage Ruhe, bevor es diesen Mittwoch wieder losging. Mit einem Kollegen bin ich zur Vorbereitung nach Champéry gefahren, um die WM Strecke zu besichtigen.
Am Donnerstag reiste ich direkt von Champéry nach Bern vor den Bundesplatz, wo die Bern Bike Trophy stattfand. Es war ein sehr spezieller Event. Die Strecke ist zu 100% asphaltiert, 1.6 Kilometer lang und mit einigen Hindernissen (Paletten, Baumstämme und Treppen), bespickt. Solche Sachen gefallen mir gut und ich wollte das Rennen zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft als hartes Training einbauen.
Der Startschuss fiel am Abend um 20.00. Zugleich entlud sich auch ein heftiges Gewitter mit sehr ergiebigem Regen. Das Feld war mit einigen Weltklasse Athleten gespickt, die sich schon alle in der Schweiz befinden und sich auf die WM vorbereiten.
Ich startete gut, konnte mich nach einigen Metern an die Spitze setzten und als erster in die kurvigen Stadtpassagen einbiegen. An einem kurzen und knackigen Anstieg auf der Strecke konnte ich mich gemeinsam mit Florian Vogel vom Rest des Feldes leicht absetzten. Wir fuhren vorne ein hohes Tempo und distanzierten somit unsere Gegner Runde für Runde mehr. Ich fühlte mich über das ganze Rennen sehr gut und hatte super Kraft in den Beinen.So attackierte ich in der 18. und letzen Runde am Berg, und konnte mich kurz vor dem Ziel noch von Florian Vogel absetzten und als Sieger ins Ziel fahren.
Das Rennen war eine super Veranstaltung die auch viele Zuschauer an den Streckenrand lockte. Es hat mir grossen Spass gemacht so zu fahren!
Jetzt will ich mich noch mal gut erholen und mich weiter gut für nächste Woche vorbereiten.
UCI Weltcupfinale Val di Sole 2011 Italien

Nach einem durch Defekte verpatztem Wochenende im tschechischen Nove Mesto, reiste das Team am Montag weiter ins 950km entfernte italienische Val di Sole im Trentino.
Durch die Woche hatte ich gut Zeit um mich aufs Finale am Samstag vorzubereiten und das Wetter war mit Sonne und bis zu 30 Grad auch doppelt besser wie in Tschechien. Die Weltcupstrecke im Trentino, war sehr anspruchsvoll, mit vielen steilen und ruppigen Anstiegen und technischen Abfahrten. Auf dieser Strecke bleibt einem keine Zeit um mal die Beine hängen zu lassen, einfach immer voll in die Pedalen treten. Der Start erfolgte am Samstag um 14.00, bei Sonnenschein und um die 30 Grad. Ich startete mit Nr. 16 auf die Startrunde mit 6 Runden.
Am Start reihte ich mich schnell unter den Top 15 ein und konnte mich als 10er über die erste Runde kämpfen. Für die kommenden Runde bildete sich eine grosse Gruppe die vom 12 bis zum Podium (5 Rang) reichte. Runde für Runde kämpfte ich in der Gruppe und wurde immer mehr motiviert als einige Fahrer den Anschluss verloren.
Das Rennen wurde immer härter, ich musste in den Anstiegen brutal leiden. Die Abfahrten waren auch extrem anspruchsvoll, da man mit Maximalpuls reinfährt und einfach am Anschlag ist. Bis in die letzte Runde war die grosse Gruppe konstant und die Chance auf Rang fünf bestand immer noch. Jedoch war ich schon ziemlich am Anschlag und wusste ich könnte explodieren... Ich kämpfte und kämpfte um den Anschluss zu halten, fing jedoch 20m Abstand auf die Gruppe ein, den ich leider nicht mehr zufahren konnte. Doch von hinten kamen dann auch schon die Verfolger, im letzten Anstieg gab ich nochmals alles, die Beine brannten und ich „starb“ fast ;-). Doch es hat sich gelohnt, ich beendete den Weltcup zum vierten mal unter den Top 10 als 9ter.
Es war ein brutales Rennen, jedoch bin ich glücklich, dass ich keinen Defekt hatte und es mir super gelaufen ist. Somit bin ich voll motiviert für die Weltmeisterschaft in 2 Wochen
UCI Weltcup Nove Mesto 2011 Tschechien
Am letzten Wochenende hat mich am Weltcup in Nove Mesto in Tschechien das Pech verfolgt. Die Strecke war super und ich hatte gute Form um ein gutes Rennen zu fahren.
Ich startete auch gut in die Startrunde und konnte mich die ersten Runden auch unter den Top 10 halten. Jedoch rutsche mir die Sattelstütze runter und ich hatte nicht mehr die gleiche Sitzposition. Ich machte in der Techzone einen Stopp und reparierte das Problem. Jedoch kam die Runde darauf noch das Grössere... und meine Sattelstütze brach. So hatte ich keinen Sattel mehr unter meinem Hintern. Dieses Problem behoben fuhr ich weiter und holte mir noch einen Plattfuss....
Damit war mein Rennen beendet und ich war nicht so happy... jetzt geht es diese Woche weiter mit dem Weltcupfinale in Val di Sole im Trentino
UCI Europameisterschaft 2011 Dohany Slovakia

Diese Woche fand die EM im slowakischen Dohany statt. Für mich startete die EM mit dem Team Relay am Donnerstag. Wir konnten mit dem Team Schweiz (Schneitter, Gujan, Forster, Litscher) die Silbermedallie gewinnen.
Für mein U23 Rennen am Samstag fühlte ich mich gut und wollte es ganz nach oben aufs Treppchen schaffen. Ich startete gut in die Erste von sechs Runden und konnte mich mit einem italienischen Konkurrenten an der Spitze absetzten. Ich fühlte mich super und fuhr über 4 Runden mein Tempo an der Spitze. Jedoch merkte ich schon in der ersten Runde, dass etwas mit dem Sattel nicht stimmte. Er veränderte dauernd seine Position. Als wir gegen Ende der vierten Runde schon einen Vorsprung von 40 Sekunden auf den drittplatzierten Fahrer hatten, attackierte ich, fuhr an die Spitze und konnte Kerschbaumer distanzieren. Leider verklemmte kurz nach meiner Attacke die Kette und ich musste vom Bike um das Ganze zu richten. Damit verlor ich meinen Vorsprung und fing mir zusätzlich noch einen Rückstand von 20 Sekunden ein.
In der zweitletzten Runde kämpfte ich mich wieder an die Spitze zurück. Dabei verschob sich aber mein loser Sattel schon so weit, dass ich kaum mehr richtig sitzen konnte. So war es für mich schwer noch volle Power zu leisten und verlor gut 10 Sekunden auf den Führenden. Ich nahm mir vor in der letzten Runde nochmals alles zu geben.
Zu meinem Pech fiel mir in der Hälfte des Aufstieges der Sattel ganz weg und damit hatte ich meine Sitzmöglichkeit verloren. Also gab es nur noch eines, der Rest des Rennens muss im stehen gefahren werden. Ohne Sattel kam ich aber nicht wirklich voran und verlor dabei auch noch meinen zweiten Rang.
Mit etwas Glück reichte mir mein Vorsprung bis ins Ziel und so beendete ich das Rennen enttäuscht mit EM Bronze.
Die Beine zum Siegen hätte ich gehabt, aber heute hatte es einfach nicht sein sollen und Defekte können immer auftreten
Jetzt geht es direkt weiter in die Tschechei zum nächsten Weltcup, danach an den Weltcup in Val di Sole (Italien).
SM Plaffeien FR Switzerland 2011
Schweizermeister U23 :-) Am letzten Montag bin ich von Amerika nach Hause gekommen und hatte eine recht gemütliche Trainingswoche vor mir. Zuerst hiess es mal wirklich gesund zu werden, die Erkältung, die ich mir in Übersee eingefangen hatte, war jedoch sehr hartnäckig… So genoss ich die schönen Seiten einer Ruhewoche :-)
Am Freitag reiste ich dann ins Freiburgische Plaffeien, das ziemlich abgelegen in der Gegend des Schwarzsees liegt. Da ich das erste Mal auf dieser Strecke ein Rennen fahre, wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Jedoch war nach einer Besichtigungsrunde alles klar, ca. 235 Höhenmeter pro Runde. Meine Lieblingsstrecken sehen anders aus, als wie ein Aufstieg am Stück hoch und eine Abfahrt... Dazu kam, dass der Wetterbericht auf Sonntag starke Niederschläge gemeldet hatte, die dann auch zu genüge vom Himmel kamen.
5 min nach der Elite, um 14 Uhr, hatte die Kategorie U23 den Start.
Direkt nach dem Start fuhr ich an der Spitze in den langen Anstieg hinein, ich versuchte, wie an den anderen Rennen, von Anfang an Vollgas zu geben. Ich merkte jedoch schnell, dass meine Beine nicht so wollten wie ich. Diese fühlten sich an wie Stahlpfosten. So fuhr das geschlossene Feld den ganzen Aufstieg hoch, bis ca. 100m vor der Abfahrt, da konnte ich mich absetzten, da ich das Tempo gleichmässig bis oben durchgezogen hatte.
In der sehr schlammigen, dadurch technischen Abfahrt, in der ich mich fast jede Runde mal auf den Boden gelegt habe, konnte mich ein Konkurrent wieder aufholen. Bis 2 Runden vor Schluss fuhr ich das Rennen mit Jéremy Huguenin zusammen, der ein sehr starkes Rennen fuhr. Jede Runde stürzte ich und verlor immer einige Meter, die ich wieder gutmachen musste. Auch Jéremy stürzte, jedoch konnte er die Lücke nicht mehr schliessen. Dies war eine Motivation für mich und ich gab nochmals alles um den Abstand zu vergrössern. Bis zum Schluss konnte ich den Vorsprung weit ausbauen und als neuer U23 Schweizermeister über die Ziellinie fahren.
World Cup Windham, New York 2011

Direkt nach dem Weltcuprennen in Mt. Saint Anne in Canada reisten wir in den Staat New York nach Windham. Das Dörfchen Windham besteht aus etwa 100 Häusern. Es ist einfach bekannt, da es im Winter ein grosses Skiresort ist. Einen Tag nach dem wir in Windham angekommen sind, erwischte ich eine Erkältung. Ich fühlte mich nie wirklich gut und deswegen wusste ich auch nicht wie mein Rennen enden würde. Ich trainierte jedoch die ganze Woche gut durch und hatte eigentlich gute Beine nur fühlte ich mich sonst einfach schlapp.
So stand ich am Sonntagnachmittag an der Startlinie und wusste nicht was auf mich zukommt. Die Strecke war ziemlich speziell, es gab einen sehr langen Anstieg der nie enden wollte und die Abfahrt war relativ technisch und da es weit raufging auch ziemlich lange.
Ich konnte vom Start an gut mithalten, merkte jedoch schon, dass ich nicht ganz ans Limit gehen konnte. Die folgenden Runden ging es mir nicht besser. Ich hatte einfach kein Power in den Beinen und ich verlor Rang um Rang, bis ich zwischenzeitlich auf den 27 Rang zurück fiel. In der 4ten von 6 Runden platze dann irgendwie der Knoten in den Beinen und ich fuhr sehr schnelle Rundenzeiten. Im Anstieg und in der Abfahrt überholte ich Fahrer um Fahrer und kämpfte mich schlussendlich bis auf den 14 Rang vor.
Mit meiner Leistung bin ich schlussendlich zufrieden. Ich kämpfte und gab das Rennen nicht auf. Ich habe wieder einmal gelernt, dass das Rennen erst an der Zielline zu Ende ist.
Nächstes Wochenende geht es dann wieder um einiges. Die Schweizermeisterschaft im Freiburgischen Pflaffeien steht auf dem Plan. Ich hoffe, dass ich mich bis dann gut erholen kann.
World Cup Mont Sainte Anne 2011
Am Dienstag nach dem Racerbikes Cup in Chur, reiste ich mit dem Team über München und Paris nach Montreal. Von da aus war es mit dem Auto noch 3h bis nach Mont Saint Anne. Leider ist das wichtigste Gepäckstück, (mein Bike), nicht in Kanada angekommen, da dieses in Paris nicht verladen wurde... also fliegt nie Air France die haben immer ein Chaos! Zum Glück waren unsere Felt Partner von Canada vor Ort und ich konnte von Ihnen ein Rennrad erwenden um zu trainieren. Die Strecke war mir sehr gut in Erinnerung da letztes Jahr die Weltmeisterschaft darauf stattfand.
Schlussendlich hat mein Bike kurz vor Rennbeginn den Weg nach Kanada doch noch gefunden, und mein Mechaniker konnte es noch zusammenbauen. Danke Gerry für die Super Leistung.
So konnte ich am Samstag um 14.30 mit meinem gewohnten Material ins Rennen starten, es hiess 6 Runden zurück zu legen. Mit Startnummer 14 ging ich ins Rennen und konnte mich von Anfang an vorne halten. Es wurde von Start an ein brutales Tempo angeschlagen. Die erste Runde absolvierte ich an 6er Stelle und konnte mich nochmals eine Runde auf dieser Position halten. In der dritten Runde stürzte ein Fahrer, in einer technischen Passage, vor mir und ich flog samt Bike über ihn... Nach diesem Sturz musste ich dann einen Stopp in der Techzone machen um meine Gabel zu reparieren. Dies kostete mich kostbare Zeit und ich verlor wiederum 10 Ränge. Ich startete wieder ins Rennen und konnte schnell wieder meinen Rhythmus finden, der war jedoch nicht mehr ganz so schnell wie zuvor. Der Knoten platze wiederum in der letzten Runde und ich hatte wieder volle Power in meinen Beinen. Ich flog die Anstiege hoch und konnte auf den letzten Kilometern noch 4 Fahrer überholen und im Schlussprint auf 200m mir noch den Rang 9 ersprinten.
Es war ein brutal hartes Rennen, die Strecke war von den Regenfällen der vergangenen Tage noch völlig aufgeweicht und man musste einiges zu Fuss gehen. Auch die ca. 30 Grad am Renntag waren eine Strapaze für mich jedoch bin ich glücklich wieder ein Top 10 Ergebnis zu haben.
Jetzt sitze ich grad im Auto auf dem 800km langen Weg zum nächsten Weltcup in Windham (New York).
Racer Bikes Cup in Chur
Nach
dem UCI MTB Weltcup in Offenburg reiste ich direkt für 3 Wochen
ins Höhentraining auf den Bernina Hospiz. Ich hatte leider die
schlechtesten drei Wochen die man sich vorstellen kann... Es gab
leider keinen Tag ohne Regen, jedoch trainierte ich doch immer gut
und erreichte das Soll-Pensum. Nach einer Ruhewoche daheim, stand
jetzt dieses Wochenende der Racerbikescup in Chur auf dem Plan.
Ich erwartete direkt nach dem Höhentrainingslager noch nicht so eine gute Form, da diese erst nach 10-14 Tagen kommen sollte. Ich bestritt das Rennen eher als gutes Training für die kommenden Weltcups. Die Runde in Chur ist ziemlich hart, eigentlich immer Vollgas und es gibt nur einen Aufstieg und eine Abfahrt. Mit Startnummer 7 startete ich ins Renngeschehen. Nach der ersten von 9 Runden war ich in der ersten Verfolgergruppe von Nino Schurter und Milatz. Jedoch kamen im zweiten Aufstieg noch einige Topfahrer von hinten und ich konnte ihnen nicht folgen. Leider hatte ich heute nicht so brutale Motivation um wirklich voll zu kämpfen und alles zu geben. So fand ich im Verlauf des Rennens eine gute Gruppe mit der ich bis 3 Runden vor Schluss zusammen fuhr. Dann attackierte Gujan und ich konnte nicht direkt mitgehen. Gegen ende des Aufstiegs attackierte ich auch und konnte mein Konkurrent der U23 Kategorie Stirnemann, hinter mir lassen. Leider konnte ich in der letzten Runde die Lücke zu Gujan nicht mehr ganz schliessen und beendete das Rennen auf dem 8. Schlussrang. In der Kategorie U23 erkämpfte ich mir den Sieg.
Gewonnen wurde das Rennen von Nino Schurter vor Moritz Milatz und Lukas Flückiger. Mit meiner Leistung bin ich bei dem stark besetztem Feld sehr zufrieden. Jetzt heisst es schnell erholen, bevor es dann schon am Dienstag mit der Reise nach Kanada an den nächsten Weltcup weiter geht. Eine Woche später dann in den USA.
Erfolgreich am MTB Worldcup in Offenburg Deutschland
Am Freitagabend stand, wie beim vor-herigen Weltcup in England, das Eliminator - Sprintrennen auf dem Plan. Diesmal war die Strecke um einiges härter. Der grösste Teil der Strecke bestand aus steinharter, holpriger Wiese, dadurch kamen viele Schläge dazu. Ich fühlte mich vor dem Start recht gut und mein Ziel war es, den Sprint zu gewinnen.
Ich kämpfte mich Lauf für Lauf durchs Rennen und konnte mich immer souverän qualifizieren. Die „Hits“ waren immer sehr gut besetzt und es war immer ein grosser Kampf. Im Finale hiess es das letzte mal, - ich gegen fünf Konkurrenten. Ich erwischte einen super Start und konnte da schon einige Meter gut machen. Im darauffolgenden Wiesenanstieg drückte ich voll in die Pedale und konnte einen schönen Vorsprung heraus fahren. Diesen konnte ich über die 1000m gut halten und somit die Zieleinfahrt geniessen und meinen ersten Sprintsieg dieses Jahr feiern :-)
Sonntag - Elite Weltcup in Offenburg
Bei sehr warmen Temperaturen und einer staubigen, harten und brutal schnellen Strecke wurde das Rennen um 14.00 Uhr gestartet. Ich hatte mit Startnummer 14 eine super Ausgangslage, die ich auch gut nutzte. So reihte ich mich nach der Startrunde unter den ersten 10 ein und schnell bildete sich eine grosse Gruppe mit allen Favoriten. Es wurde über 4 Runden ein sehr hohes Tempo angeschlagen. Ich konnte mich über diese knapp 4 Runden an der Spitze halten, musste jedoch den Tempoverschärfungen nachgeben und eine Runde alleine zurücklegen. Ich raffte mich wieder zusammen und sah vor mir Fontana, der auch zurückgefallen war. Ich überholte ihn, und weiter vorne wurde auch Nino Schurter von der Spitze abgehängt. Das war für mich eine Motivation und ich hatte die Kraft, um ihn einzuholen. Leider funktionierte diese Gruppe nicht und ich musste die ganze Führungsarbeit erledigen. So schloss eine grössere Gruppe von hinten auf. Jetzt hiess es, in der letzten Runde alles zu geben. Die Gruppe war von Rang 5 - Rang 9, also eine Möglichkeit fürs Podium! Bis kurz vor dem Ziel lief alles super und ich fühlte mich nicht schlecht, merkte dann jedoch, dass immer mehr Luft aus meinem Hinterreifen rausging. Somit konnte ich leider nicht mehr voll fahren, da es mir sonst den Reifen von der Felge gezogen hätte.... so zog das Podium und die weiteren Ränge an mir vorbei.
Ich beendete das Rennen auf dem 9. Schlussrang und war sehr happy, - das war meine zweite Top Ten Klassierung im Weltcup.
Link zum Bericht des Schweizer Fernsehen http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv...
Worldcup Dalby Forest England

Am Mittwoch nach Saalhausen hiess es schon wieder Koffer packen und auf nach England zum zweiten Lauf des Weltcups. Am Donnerstag konnte ich das erste Training auf der Weltcupstrecke absolvieren, die mir sehr gut gefällt. Es ist eine technisch anspruchsvolle Strecke, beinhaltet jedoch auch längere Aufstiege und schnelle Singletrail-Passagen. Am Freitag stand dann das Sprintrennen auf dem Plan. Der Eliminator Sprint in Pickering konnte ich letztes Jahr gewinnen und ich ging auch wieder mit diesem Ziel an den Start.
Zuerst mussten sich 60 Fahrer in einem Zeitfahren für den Sprint qualifizieren, 32 kamen weiter. Ich konnte in der Qualifikation die schnellste Zeit fahren und hatte somit Startnummer 1. In den darauffolgenden Finalläufen konnte ich jeweils souverän gewinnen und qualifizierte mich somit für den grossen Final. Ich musste mich im Finale gegen 3 Konkurrenten beweisen, darunter Marco Fontana, Teamkollege Paul van der Ploeg und den Schweizer Sepp Freiburghaus. Ich startete gut und konnte mich auf Rang zwei einreihen. In der ersten schnellen Kurve fiel ich aus dem Pedal und wurde auf den dritten Rang zurückgereicht und verlor einige Meter auf den Führenden. Auf den letzten paar hundert Metern kämpfte ich mich nochmals vor und schaffte es wieder auf den zweiten Rang, die Zielgerade war dann jedoch einige Meter zu kurz um zu gewinnen und so landete ich auf Rang 2. Mein Teamkollege gewann den Sprint.
Elite Weltcup Sonntag 22. Mai. 11
Am Samstag hatte ich noch einige Nachwehen vom Sprintrace und die Beine drehten noch nicht wie gewünscht. Also machte ich ein ganz lockeres Training auf der Strecke. Gestartet wurde der Weltcup um 14.00 Uhr und es hiess 6 Runden zu absolvieren. Mit Startnummer 21 startete ich ins Rennen und konnte mich schnell unter die Top 10 vorkämpfen. Dieser Top 10 Platz konnte ich auch über alle Runden halten. Fast über das ganze Rennen fuhr ich in einer 8köpfigen Gruppe, nur Julien Absalon und Jaroslav Kuhlhavy konnten sich absetzten. Ich kämpfe immer und versuchte mich in der Gruppe zu halten, dies klappte bis in die letzte Runde recht gut. In der letzten Runde hatte ich kurz ein kleines Kettenproblem und landete somit ganz am Schluss von der Gruppe. Bis ich die Kette wieder auf der Scheibe hatte verlor ich kostbare Meter, die ich leider bis ins Ziel nicht mehr gutmachen konnte. Ich beendete das Rennen auf dem super 10. Schlussrang. Somit ist dies mein bisheriges beste Weltcupergebnis meines Lebens.
Ich freue mich jetzt auf den nächsten Weltcup in Offenburg am
kommenden Wochenende. STARTNUMMER 14 :-))))
Int. MTB Bundesliga Saalhausen
Nach den Bikedays in Solothurn, die mir nicht so wunschgemäss liefen, reiste ich letzten Freitag ins deutsche Sauerland zur MTB Bundesliga. Es war eine sehr lange Reise, 600km im Auto, mit Stau und alles drum und dran, so war ich abends glücklich, als ich mich ins Bett liegen konnte.
Am Samstag stand das Sprint Rennen auf dem Plan. Es starteten immer 30 Fahrer in einem Feld und 15 kamen weiter. Es hiess 6 kleine Runen zu absolvieren, ca. 3km Vollgas. Ich konnte das Halbfinale souverän gewinnen und durfte im Finale von erster Position aus starten. Im Finale setzte ich mich direkt an die Spitze und konnte nach wenigen Metern einen Vorsprung herausfahren. Diesen konnte ich noch etwas ausbauen und über die 6 Runden gut ins Ziel bringen und somit das Sprint Rennen gewinnen. Dies ist eine meiner Lieblingsdisziplinen und ich freue mich jetzt schon auf den ersten Sprintweltcup nächsten Freitag in Großbritannien.
Sonntag; Bei wechselhaftem Wetter startete ich um 14. 30 Uhr ins Elite Rennen. Es hiess auf einer sehr schnellen, mit steilen Aufstiegen und Abfahrten gespickten Strecke 8 Runden zu absolvieren. Ich konnte mich nach dem Startschuss schnell unter die Top 5 an die Spitzengruppe hängen und die erste Runde an der Spitze beenden. Danach wechselte das Wetter schlagartig und so begann es zu hageln und stark zu regnen. Dies machte die Streckenverhältnisse viel schwieriger und die Runde wurde sehr technisch. Dies kam mir voll entgegen. Derweil konnte sich Moritz Milatz an die Spitze setzten und ich war in der Verfolgergruppe mit 3 Fahrern. Mitte des Rennens attackierte ich und konnte mich von der Gruppe lösen und lange Zeit auf Rang 2 fahren, bis eine Runde vor Schluss Manuel Fumic zu mir aufschliessen konnte. Ich ging mit ihm in die letzte Runde und konnte lange sein Hinterrad halten, jedoch fehlte mir am 25% steilen Aufstieg die Kraft. So gab es eine kleine Lücke die ich leider bis ins Ziel nicht mehr schliessen konnte.
Somit beendete ich das C1 Rennen auf dem super 3. Rang und war sehr glücklich. Da mir in Runde 1 nach einem kleinen Sturz mein Trinkflaschenhalter abbrach, war es für mich eine spezielle Verpflegungsituation während dem Rennen. Ich platzierte jeweils meine Flasche hinten im Trikot, wo ich sie auch jedes mal kompliziert entnehmen musste um zu trinken.
Weiter geht es diesen Mittwoch mit der Reise nach England wo am Wochenende der 2te Lauf de Weltcups auf dem Plan steht.
Racerbikescup Solothurn - Bike Days
Diesen Samstag bin ich anlässlich der Bikedays in Solothurn beim Eliterennen gestartet. Ich fühlte mich die ganze Woche schon nicht so ganz vital und wusste nicht was beim Rennen gehen würde. So startete ich am Samstag-nachmittag in die erste der sieben Runden. Die Strecke in Solothurn ist ziemlich einfach zu fahren mit ca. 50% Asphalt, einzig ein kurzer und steiler Anstieg und eine schnelle Singletrail-Abfahrt erinnern daran, dass es ein Bikerennen ist ;-)
Mit Schurter, Vogel, Sauser sowie weiteren Weltklasse Athleten war das Rennen stark besetzt. Ich konnte mich vom Start an in der 6er Spitzengruppe halten, hatte jedoch sehr zu kämpfen. So kam es, dass ich in der dritten Runde die Gruppe ziehen liess und meinen eigenen Rhythmus finden musste. Jedoch kam in den darauf folgenden Runden nicht mehr viel Kraft aus meinen Beinen. Ich versuchte immer wieder an einer Gruppe dran zu bleiben. So musste ich bis ende der letzten Runde noch einige Fahrer ziehen lassen und beendete das Rennen auf Rang 11 bei Elite und immerhin konnte ich in der letzten Runde noch den 1. Rang bei der U23 Kategorie verteidigen.
Ich schaue jetzt schon weiter auf das nächste Rennen am kommenden Sonntag in Saalhausen DE und den darauf folgenden Weltcup in Dalby Forest und den Weltcup Offenburg.
Ötztaler MTB Festival Haiming

Am Samstag machte ich mich auf den Weg ins schöne Ötztal, zum Forest Cross in Haiming.
Nach der Streckenbesichtigung konnte ich es gar nicht recht fassen, dass ich am nächsten Tag ein Rennen auf der brutalsten MTB Strecke fahren sollte.
Der Kurs war extrem technisch, kreuz und quer durch den Wald, über 10‘000 Wurzeln, extrem steile Aufstiege und fast senkrechte Downhills. Dazu kam, dass es so brutal staubig war, dass man vor lauter Staubwolken den Kurs fast nicht mehr gesehen hat.
Am Sonntag startete das Rennen um 14.00 Uhr. Es waren 7 Runden zu absolvieren.
Ich startete gut ins Rennen und konnte mich an die Spitze setzten. Jedoch ging es, nach der ersten Runde, mit meiner Verfassung steil bergab. Es hat mich nur noch rumgeschlagen und ich konnte die Kraft gar nicht mehr auf den Boden bringen. Nach drei Runden auf dem 7. Zwischenrang, raffte ich mich nochmals auf und konnte doch noch 100% geben. Im Vergleich zu den vorherigen Runden flog ich über die Wurzeln und konnte im Eiltempo Boden gut machen. Schnell schloss ich zu der weit vorne liegenden 3er Gruppe auf, die ich ein und überholen konnte. Nur einer der Konkurrenten konnte mir noch folgen. In der letzten Runde gab ich nochmals alles, konnte im Downhill sogar einen kleinen Vorsprung rausfahren, musste jedoch im letzten und steilsten Aufstieg für meine Aufholjagd Tribut zollen und konnte meinem Verfolger nicht folgen. So fuhr ich noch als dritter über die Ziellinie. Gewonnen hat an seinem Heimrennen Charly Markt, der mit dem Felt Eddict über die Wurzel geflogen ist. Gratulation!
Nächsten Samstag steht schon der Racerbikescup in Solothurn auf dem Plan
Weltcup Pietermaritzburg RSA
Nach einigen, durch Krankheit geprägten Wochen nach dem Racerbikescup in Schaan, reiste ich mit dem Team nach Südafrika an den ersten Weltcup. Für das erste Weltcuprennen habe ich mich im voraus schon gut vorbereitet und habe mir somit ein hohes Ziel gesetzt. Die Woche in Afrika bestand grösstenteils aus Trainings auf der Weltcupstrecke. Mit schönem Wetter und warmen Temperaturen hatte mir jedes Training Spass gemacht, vor allem auch weil mir die Strecke so gut gefiel. Es war ein sehr technischer und anspruchsvoller Kurs, fast schon ein bisschen gefährlich, mit langen Steinfeldern (rockgarden‘s), Sprüngen und schnellen Singletrails.
Am Samstag 14.30 Uhr wurde der erste Weltcup gestartet und es hiess 6 Runden zu absolvieren.
Mit Startnummer 43 kam ich gut weg und konnte am Start schon einige Fahrer hinter mir lassen. Ich fühlte mich von Anfang an stark und konnte mich in den ersten 3 Runden unter den Top 15 halten. Erwischte dann jedoch einen kurzen „Hänger“ und rutschte auf den 23 Rang zurück. Konnte mich jedoch wieder aufbauen und in den letzten zwei Runden noch 2 Konkurrenten hinter mir lassen und fuhr schlussendlich auf dem guten 21. Rang über die Ziellinie. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden und freue mich auf den zweiten Weltcup in Dalby Forest UK, wo ich mit Startnummer 21 weit vorne ins Rennen starten kann.
Zuerst findet jetzt dieses Wochenende das Ötztaler Mountainbike-Festival mit dem C1 Rennen in Haiming statt.
Saisonstart am RBC in Schaan FL
Nach der Beendung meiner Spitzensport-Rekrutenschule mitte März und der genialen Teampräsentation in Offenburg lebe ich seit einer Woche wieder in Thal und geniesse das Dasein :-).
Der Saisonauftakt ist jedes Jahr wieder etwas spezielles. Man weiss als Fahrer noch nicht genau wo man steht und wie fit die anderen sind. So startete ich aus der zweiten Reihe in die erste von 9 Runden. In den ersten zwei Runden konnte ich mich in der hochkarätigen Spitzengruppe halten, musste jedoch in der darauf folgenden Runde die Weltelite ziehen lassen. Bis zwei Runden vor Schluss fuhr ich knapp hinter einer 3er Gruppe auf Rang 7. Ich merkte langsam wie meine Kraft aus den Beinen schwand und konnte das Tempo nicht mehr halten. Schlussendlich beendete ich das Rennen auf dem 10. Rang und fuhr bei der Kategorie U23 auf Rang 2. Gewonnen wurde das Rennen von Nino Schurter vor Flo Vogel und Moritz Milaz.
Trainingslager Zypern - Cyprus Sunshinecup
Am
25. Februar hatte ich für 10 Tage Urlaub im Militär bekommen um ins
Teamtrainingslager nach Zypern zu reisen. Ich konnte in dieser Zeit einige
super Trainings absolvieren. Das Wetter war einfach super und gab viele
schöne Strecken auf denen man trainieren konnte. Ab Mitte der Woche startete
dann meine Vorbereitung für mein erstes C1 Rennen. Da der Kurs nicht weit
von unserem Appartement, am Governor‘s Beach, entfernt war, absolvierte ich
einige Trainings darauf. Unter anderem testete ich das neue Felt 29 Zoll
Mountainbike auf der Strecke und war ziemlich erstaunt wie gut es sich mit
einem 29er fährt.
Am Sonntag startete das Rennen um 12 Uhr. Aus der ersten Reihe hatte ich eine super Startposition und konnte als erster in die Startrunde einbiegen. In der ersten, von fünf zu absolvierenden Runden, konnte ich mich schon vom Feld absetzen und hatte am höchsten Punkt der Strecke schon einen guten Vorsprung. Jedoch hatte ich Pech und erwischte in der Abfahrt einen Platten und musste den Weg in die Techzone auf der Felge zurücklegen. Um Rang 20 startete ich wieder ins Rennen und versuchte schnell wieder Plätze gut zu machen. Ich hatte erst Mühe wieder voll mitzufahren, ging jedoch Runde um Runde besser und konnte am gegen Ende das Tempo aufdrehen und beendete das Rennen schlussendlich auf dem 8 Platz. Teamkollege Karl Markt beendete das Rennen auf dem dritten Rang und gewann die Gesamtwertung des Cyprus Sunshinecups 2011. Mit Blaza Klemencic sicherte sich eine weitere Fahrerin des Teams mit dem 1. Rang den Sieg in der Gesamtwertung.
Jetzt steht am 17. März die Teampräsentation von Felt-Ötztal-X-Bionic in Offenburg auf dem Plan und mein nächstes Rennen werde ich in Schaan am RBC bestreiten.
Rheintaler Sportler des Jahres 2010
Wie schon im Vorjahr gewinnt der Thaler Mountainbiker Thomas Litscher die 16. Rheintaler Sportlerwahl in Widnau. Er wurde zum Sportler des Jahres 2010 gewählt.
Neue Website geht online
Nach
dem Erfolg im Teamrelay hiess es sich zu erholen für das U23 Rennen. Dank
meines persönlichen Physiotherapeuten Thomas Meier geht das jeweils super
schnell, besten Dank für die super Massagen! Ich war sehr motiviert und
freute mich riesig auf Freitag, da ich beim Teamrelay gemerkt habe, dass ich
Kraft in den Beinen habe. Am Donnerstag absolvierte ich nochmals ein kurzes
Training auf der Strecke um noch alle Passagen durchgehen zu können. Um
14.00 Uhr kanadische Zeit fiel der Startschuss. Mit Startnummer 6 konnte ich
aus der ersten Reihe ins Rennen starten. Es waren eine Startrunde und 6
Runde zu absolvieren. Es machte mir grossen Spass auf dieser Strecke zu
fahren, diese war brutal intensiv und man hatte fast keine Zeit, sich zu
erholen. Nach dem Startschuss setzte ich mich an die Spitze und konnte als
erster den steilen Anstieg in Angriff nehmen. Die Startrunde beendete ich
als erster und es bildete sich schon eine 4er Gruppe mit Mathias Flückiger,
Alexis Vuillermaux und Geri Kerschbauer. Bis in die vorletzte Runde bestand
diese Gruppe und keiner konnte sich so richtig absetzten. Da schloss auf
einmal Patrick Gallati zu uns auf und verschärfte das Tempo. Ich konnte ihm
folgen, jedoch der Franzose und Italiener nicht mehr. So fuhren wir auf
Position 2 und 3 in die letzte Runde. Mathias Flückiger hatte schon einen
Vorsprung von 30 sec. herausgefahren. Mit einem kleinen Rückstand auf
Gallati nahm ich den ersten Singletrail Teil der Strecke in Angriff und
konnte durch sauberes Fahren wieder aufschliessen. In einem kleineren
Aufstieg konnte ich Gallati überholen und mich von ihm absetzten und auf die
Verfolgung von Flückiger machen. Ich gab nochmals vollgas und kam noch
einige Sekunden näher ran. So durfte ich schlussendliche als überglücklicher
2ter hinter Flückiger über die Zielline fahren, auf Rang 3 kam Gallati ins
Ziel. Also 3 Schweizer auf dem WM Podest :-) Es war ein gigantisches Rennen!